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Kaffee und Kuchen: Ein Stück Tradition

Gepostet am 20.02.2020 Tim Jaschke

Kaffee und Kuchen: Ein Stück Tradition

Wer an einem Sonntagnachmittag in Deutschland unterwegs ist, der kann folgendes Spektakel beobachten: Leere Straßen, volle Cafés und zufriedene, mampfende und schlürfende Gesichter. Grund hierfür ist die deutsche Kaffee und Kuchen Tradition. Seit mehreren hundert Jahren versammelt man sich in Deutschland am Sonntagnachmittag, um in gemütlicher Gesellschaft ein Stück Kuchen und eine Tasse Kaffee zu genießen. Dieser Brauch ist ein Ritual unter Freunden, eine Familientradition oder sogar Feuertaufe für den neuen Partner bzw. die neue Partnerin. Mittlerweile ist die deutsche Tradition von Kaffee und Kuchen international bekannt und in vielen Ländern sehr beliebt.

Geburtsstunde vom traditionellen Kaffee und Kuchen

Sich zur Tradition von Kaffee und Kuchen zu versammeln, ist bei weitem kein Brauch der Neuzeit. Diese Tradition besteht schon fast so lange, wie es Kaffee in Deutschland für die breite Masse zu kaufen gibt. Bereits das erste Kaffeehaus Deutschlands in Bremen kam auf die Idee, zum neuartigen Heißgetränk leckere Kuchen zu servieren. Bei den Deutschen fand diese Kombination sofort Anklang und breitete sich rasant im ganzen Land aus. Seitdem treffen sich viele deutsche Familien, Freunde und Freizeitgruppen jeden Sonntag zum gemeinsamen Schmaus von Kaffee und Kuchen.

Allerdings findet dieses Ritual heutzutage längst nicht mehr nur an Sonntag statt. Besonders im Büroalltag ist es eine optimale Gelegenheit, um sich mit Kolleginnen und Kollegen auszutauschen. Während dieser Auszeit kann man sich für den Endspurt des Arbeitstags stärken und die sozialen Bedürfnisse befriedigen. Somit stellt Kaffee und Kuchen für viele Menschen nicht nur familiäre Tradition, sondern auch sozialen Anschluss dar.

Welcher Kaffee welchen Kuchen ergänzt

Prinzipiell gibt es hier keine festen Regeln. Cappuccino zum Spritzgebäck, Latte Macchiato zur Schwarzwälder Kirsch – erlaubt ist, was schmeckt. Viele tendieren eher zu milden Kaffeesorten wie Arabica, da sie den süßen Geschmack der Kuchen weniger übertönen. Da das Heißgetränk und die Süßigkeit traditionell relativ spät am Tag auf den Tisch kommen, wählen einige Menschen entkoffeinierten Kaffee oder eine Kaffeesorte mit wenig Koffein. Das hängt natürlich ganz von der Empfindlichkeit bezüglich Koffein und den Konsumgewohnheit ab. Unabhängig vom Koffeingehalt empfehlen wir, wie immer, einen qualitativ hochwertigen Kaffee zum Kuchen.

Welche Kuchen mit Kaffee gegessen werden

Genau wie bei der Wahl des Kaffees spielt auch beim Kuchen Qualität eine große Rolle. Denn wer etwas auf sich hält, serviert Selbstgebackenes. Fertigprodukte aus dem Supermarkt sind hier nicht gern gesehen – ein Härtetest für leidenschaftliche Hobbybäcker. Sind alle satt und zufrieden, ist das als Gütesiegel zu verstehen. Wer sich nicht die Mühe machen möchte, den Kuchen selbst zu backen, kann sich glücklicherweise frischen Kuchen beim Konditor oder in der Bäckerei kaufen. Auch hier sollten keine Kosten gespart werden. Schließlich hat man eine langjährige Tradition aufrechtzuerhalten.

Die Deutschen lieben Klassiker wie Schwarzwälder Kirschtorte, Bienenstich oder einen saftigen Käsekuchen. Die Schwarzwälder Kirschtorte hat es sogar bis ins Ausland geschafft und erfreut sich als “Black Forrest Cake” großer Beliebtheit, gerade in den USA. Ein wenig Deutschtum gibt es also auch im Ausland. Aber gerade weil es ein familiär geprägter Brauch ist, ist es dort vielleicht nicht dasselbe wie daheim.
Obwohl es natürlich eine Rolle spielt, welcher Kaffee getrunken und welcher Kuchen gegessen wird, darf man den geselligen Aspekt dieses Brauchs nicht kleinreden. Gerade in der heutigen, hektischen Zeit ist eine kurze Auszeit in guter Gesellschaft eine willkommene Abwechslung zum stressigen Alltag. Gerade deshalb gibt es Kaffee und Kuchen nicht bei Familie und Freunden, sondern auch unter Arbeitskollegen.