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Kaffeewissen

Die Kaffeepflanze im Check

Gepostet am 18.01.2020 Tim Jaschke

Die Kaffeepflanze im Check

Wir alle lieben Kaffee und könnten uns ein Leben ohne das glorreiche Heißgetränk wahrscheinlich kaum mehr vorstellen. Jedoch machen sich die wenigsten Menschen Gedanken darüber, wo der Wachmacher eigentlich herkommt. Mit Sicherheit weißt du, wie eine Kaffeebohne aussieht, vielleicht kannst du sie sogar als Arabica, Robusta oder eine andere Art von Kaffee identifizieren. Wie die Kaffeepflanze, welcher diese Bohne entsprungen ist, aussieht, wissen hingegen vielleicht nur wenige von euch. Wir haben für euch deshalb ein paar wissenswerte Informationen rund um die Mutterpflanze des geliebten Getränks gesammelt. Außerdem erklären wir dir, worauf du unbedingt achten solltest, wenn du selbst eine Kaffeepflanze anbauen möchtest.

Woran die Kaffeepflanze zu erkennen ist

Für die Botaniker unter euch ist zu erwähnen, dass die Kaffeepflanze Coffea zur Klasse der Rötegewächse zählt. Auf Latein heißt diese Pflanzenfamilie Rubiaceae, falls du beim nächsten Kaffeestammtisch mal so richtig angeben möchtest. Für den Kaffeemarkt sind allerdings hauptsächlich zwei Sorten der Coffea relevant: Zum einen ist da die Coffea arabica, aus deren Bohnen Arabica Kaffee hergestellt wird. Diese Pflanzenart dominiert den weltweiten Kaffeehandel. Etwas abgeschlagen, aber immer noch sehr weit verbreitet, sind die Bohnen der Coffea canephora, aus der Robusta Kaffee gewonnen wird. Erste Aufzeichnungen der Kaffeepflanze stammen aus den Bergregionen Äthiopiens. Verbreitet ist die Pflanze mittlerweile auch in anderen Teilen Afrikas, außerdem in Südamerika und Asien. In freier Wildbahn zu erkennen ist die Kaffeepflanze an ihrem strauchartigen Wuchs, der eine Höhe von bis zu zehn Metern erreichen kann. Im Kaffeeanbau werden die Pflanzen regelmäßig auf eine Höhe von ca. zwei Metern getrimmt, um die Ernte und Kultivierung zu erleichtern. Typisch für die Kaffeepflanze sind auch ihre ovalen Blätter, die von oben dunkelgrün glänzen.

Kaffeepflanzen, ihre Blüten und die Kaffeekirsche

Ein wahres Naturspektakel präsentiert sich, wenn die Kaffeepflanzen anfangen, zu blühen. In leuchtendem Weiß bedecken die Blüten ihre Kaffeepflanzen, ein atemberaubender Anblick für jeden Kaffeebauern. Leider gefallen die wunderschönen Blüten nicht nur Menschen, sondern locken mit ihrem leckeren Geruch auch jede Menge Insekten an. Glücklicherweise stört das Ungeziefer den natürlichen Reifungsprozess der Kaffeepflanze für gewöhnlich nicht. So wachsen innerhalb kurzer Zeit die zunächst noch grünen Kaffeekirschen. Erst nach gut einem halben Jahr verwandelt sich deren Farbe in das allseits bekannte, dunkle Rot. In diesem Zustand sind die Kaffeekirschen nach vielen Monaten der Reifezeit endlich zur Ernte bereit. Obwohl die dunkelroten Kirschen schön anzusehen sind, spielt das Fruchtfleisch für die Kaffeeproduktion keine Rolle und stellt lediglich Abfall dar. Im Fokus der Kaffeeindustrie steht einzig der wertvolle Samen einer Kaffeekirsche. Teilweise haben diese Samen bereits die vertraute Form von Kaffeebohnen, wie wir sie kennen und lieben.

Traum von der eigenen Kaffeepflanze

Viele Menschen bauen Gemüse, Obst und Gewürze selbst an. Warum also nicht gleich eine eigene Kaffeepflanze? Für viele, uns eingeschlossen, ist die Vorstellung sicher mehr als verlockend. Nie wieder abhängig von der Rösterei oder dem Coffee Shop unseres Vertrauens sein, nie wieder auf die lang ersehnte Lieferung Bohnen warten. Klingt vielleicht verlockend, die Umsetzung gestaltet sich leider ziemlich kompliziert. Bei der Kaffeepflanze handelt es sich nämlich um eine sehr anspruchsvolle Pflanze, die intensive Pflege und hohe Aufmerksamkeit benötigt. Wenn dir also schon Basilikum, Paprika und Co. im Sommer dahinsterben, solltest du dir die Sache mit der eigenen Kaffeepflanze vielleicht nochmal überlegen oder dir Verstärkung holen.

Beim Anbau und der Pflege der eigenen Kaffeepflanze sind verschiede Faktoren zu beachten. So sollte die Erde luftig, porös und im Idealfall eine Mischung aus verschiedenen Substraten sein. Gegossen werden kann diese delikate Pflanze nicht einfach mal mit Wasser aus dem Hahn, das Kalk würde großen Schaden anrichten. Neben regelmäßiger Wässerung mit kalkfreiem Wasser ist der Einsatz von Dünger vor allem in den heißen Sommermonaten wichtig. Darüber hinaus kannst du die Kaffeepflanze nicht einfach irgendwo in deiner Wohnung oder auf dem Balkon platzieren. Du solltest nämlich unbedingt darauf achten, dass die Kaffeepflanze keiner direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist. Sowohl sehr warme als auch kühle Temperaturen sollten vermieden werden, ideal sind 20 bis 25 Grad im Sommer und mindestens 15 Grad in Winter. Außerdem ist es wichtig, für eine hohe Luftfeuchtigkeit zu sorgen, was beispielsweise durch regelmäßiges Besprühen des Strauchs ermöglicht wird.

Wenn du einen grünen Daumen hast und dich gerne Herausforderungen stellst, solltest du dir den Traum der eigenen Kaffeepflanze auf jeden Fall verwirklichen. Wir unterstützen dich selbstverständlich moralisch, und zwar mit einer guten Tasse fremdgefertigtem Kaffee in der Hand.